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Vom Familienbetrieb zur urbanen Marke: bona´me

Wo der Rhein den Rheinauhafen umspielt, begann vor über 25 Jahren ein mutiges Familienabenteuer: Die Geschichte von bona’me. Vier Geschwister der Familie Dogan, verwurzelt zwischen Anatolien und Rheinland, vereinten ihren Traum, die esskulturellen Schätze der kurdisch-türkischen Küche in die Gegenwart zu übersetzen – offen, urban, erlebbar. Die Inspiration dazu entsprang einer familiären Esskultur, in der Zusammenhalt, Gastfreundschaft und geteilte Mahlzeiten zentrale Werte waren.

„bona’me“ bedeutet sinngemäß „unser Haus“, was den Anspruch widerspiegelt, dass jeder Gast ein Stück Zuhause und Gemeinschaft erfahren soll. Was als kleines Restaurant mit offenem Küchenkonzept in Köln begann, wurde bald zum Erfolgsmodell, dessen Atmosphäre und Gästeerlebnis weit über gutes Essen hinausreichten.

Authentizität, Mut und Moderne

Die Dogan-Geschwister stammen ursprünglich aus Bingöl in Ostanatolien. Ihr Vater arbeitete erst in der deutschen Braunkohleindustrie und später betrieb die Familie viele Jahre das Restaurant Mimosa in Bergheim. Dort lernten sie, dass gemeinsame Mahlzeiten mehr sind als Nahrungsaufnahme – sie bedeuten Identität, Integration, Brücke zwischen Welten. Daraus wuchs die nächste Generation von Gastronomen heran, die bereit waren, neue Wege zu gehen: Moderne Formen, kochende Kreativität, aber weiterhin die bewusste Verankerung ihrer Herkunft.​

Die Orientierung an der urbanen, modernen Erlebnisgastronomie zeigte sich früh: Das erste bona’me im Kölner Rheinauhafen 2008 war ein Statement. Die Gäste sollen sehen, wie Pide, Meze, Manti oder Beyti – sorgfältig mit Gewürzen, frischem Gemüse und Kräutern – vor ihren Augen zubereitet werden. Das offene Küchenkonzept ist dabei weit mehr als eine Show: Es symbolisiert Transparenz und Respekt, ein Miteinander zwischen Koch und Gast.

Expansion im urbanen Rhythmus

Der Erfolg in Köln gab der Familie Recht – schon bald folgten weitere Standorte. Jede neue Filiale ist Ausdruck strategischer Planung: nicht nur zentrale Lagen, sondern gezielte Einbettung in lebendige Stadtviertel mit urbaner Kultur. Nach Köln-Deutz entstanden Standorte in Düsseldorf, Dortmund, Frankfurt, Hamburg, München, Münster, Bremen und Stuttgart.

Die großzügigen Restaurantflächen sind architektonisch markant: In Hamburg etwa dominiert das Kontorhausviertel mit denkmalgeschützten Backsteinbauten, in Frankfurt die Nähe zur Bankenmetropole. Die Inneneinrichtung vereint regionale Handwerkskunst aus Orient und Okzident mit modernen Designelementen, großzügige Terrassen bieten Raum für Austausch – bona’me will Begegnungsort sein, nicht bloß Lokal.

Die Speisekarte vereint traditionell-orientalische Gerichte in moderner Interpretation: frisch belegte Pide, vegane und vegetarische Spezialitäten, Meze zum Teilen sowie fein gewürzte Fleischgerichte, Grill und hausgemachte Pasta. Frühstücksangebote gehören ebenso zum Markenkern wie kreative Patisserie und wechselnde saisonale Gerichte.

Familiengeist als System – Mitarbeitende und Unternehmenskultur

Der Erfolg von bona’me ist tief geprägt vom Familiengedanken: Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, unterschiedliche Fähigkeiten der Geschwister bündeln sich – von Architektur bis Marketing, von Rezeptentwicklung bis Personalführung. Diese Unternehmenskultur überträgt sich auch auf das Team: Wertschätzung, Respekt, Raum für persönliche Entwicklung und gemeinsame Lernprozesse sind elementar.

Die Ausbildung, Schulung und Integration von Mitarbeitenden ist strukturiert: Beispielsweise werden in der bona’me Factory neue Gerichte erprobt, Standards weiterentwickelt und Schulungen abgehalten, damit die Werte der Marke authentisch weitergegeben werden. Der familiäre Geist, die gegenseitige Unterstützung, das Miteinander im multikulturellen Team gelten als ein Grund für Beständigkeit und geringe Fluktuation.

Architektur, Erlebnis und Identität

Die architektonische Gestaltung der bona’me-Restaurants legt bewusst Wert auf große Sichtachsen, Wohlfühlzonen und Community-Flächen. Mosaikfliesen, massive Holztische, handgefertigte Lampen aus Orient und Okzident, warme Lichtakzente und textile Designelemente prägen den individuellen Charakter jedes Standorts.

Die offenen Küchenbereiche ermöglichen Gästen, die Faszination der Speisenzubereitung hautnah zu erleben und stellen ein sichtbares Zeichen für den Anspruch an Qualität, Handwerk und Authentizität dar. In Bremen etwa bietet der Gastraum Platz für über 700 Gäste, in Hamburg dominiert ein lichtdurchflutetes Ambiente das urbane Umfeld. Das Ziel dieser architektonischen Prinzipien: bona’me als lebendiger Ort für Freunde, Familien und Geschäftspartner gleichermaßen.

bona´me: Marke, Expansion, digitale Transformation

Die Marke bona’me erweitert ihre Vision ständig: Mit neuen Standorten, digitalisierten Prozessen von Self-Ordering bis Mitarbeitermanagement, gezieltem Community-Building und einer stärkeren Positionierung als Lifestyle-Marke ist die Entwicklung längst nicht abgeschlossen.

Neue Standorte entstehen dort, wo sie zu urbanen Bewegungen, zu gesellschaftlicher Vielfalt und zu den Werten der Dogan-Familie passen. bona’me setzt ein Beispiel dafür, wie orientalische Küche, Familienunternehmen und urbane Markenbildung zukunftsfähig verbunden werden können.

Wer sich selbst überzeugen möchte, findet die Übersicht aller Standorte hier und kann bona’me in authentischer urbaner Atmosphäre erleben – von Hamburg bis München, von Köln bis Bremen.